seychellen

Tag 1 - Anreise

Am 20. Juli konnte es endlich losgehen. Zunächst ging es früh bei herrlichem Wetter mit dem Auto nach Würzburg. Dort haben wir den Urlaub mit einem Mittagessen bei Pizza Hut eingeläutet.

Um 14:30 startete unser ICE in Richtung Frankfurt Flughafen. Die Fahrt verlief ohne Vorkommnisse, wobei es mittlerweile so stark regnete, dass man vom Zug raus kaum noch etwas sehen konnte. Am Flughafen war jedoch bereits wieder besseres Wetter. Wir gingen zu Fuß zum Terminal 1 in den Bereich B. Nach etwas umherlaufen haben wir einen kurzen Stopp bei Starbucks eingelegt. Da die Check-inn Schalter von Condor bereits belegt waren konnten wir sehr schnell und ohne Warten unser Gepäck einchecken, so dass die Bewegung auf dem Flughafen anschließend bedeutend erleichtert war. Wir sind dann halt etwas über den Flughafen getappt, haben uns diverse Läden angeschaut und immer mal wieder kurz gestoppt, um etwas Nahrung zu uns zu nehmen.

Irgendwann näherte sich tatsächlich unser Abflug und wir begaben uns zum Gate. Ca. 20 min vor dem geplanten Abflug ertönte jedoch eine Stimme aus den Lautsprechern, die uns mitteilte, dass soeben eine riesige Pfütze unter dem Flugzeug entdeckt wurde und es sich dabei leider um Treibstoff handeln sollte. Ein Treibstoffventil sei undicht und müsste nun gewechselt werden, was ca. 1 h dauern würde. Na bravo, da kann man noch mal von Glück sagen, dass es dem Treibstoffventil schon am Boden einfiel, mal undicht zu werden und nicht erst in der Luft. Mmh, so ging das Warten dann halt weiter. Doch irgendwann gegen 21:15 Uhr war es soweit, dass wir an Bord gehen konnten und unsere Plätze im Flugzeug einnehmen konnten. Wie immer dauerte es wieder unfassbar lange, bis ein jeder sein doofes Handgepäck verstaut hatte. Ich werde nie kapieren, warum manche Typen nicht einfach Gepäck ablegen und sich setzen können. Aber nein, es muss ja noch 5x aufgestanden werden und etwas in der Tasche gesucht werden.

Der Flug selbst lief eigentlich ganz gut, natürlich gab es was zu Essen und öfters Getränke. Da ich nicht wirklich schlafen konnte, gestalteten sich die 9 1/2 Stunden doch etwas nervig und waren recht langweilig. Interessant war jedoch zunächst ein Wortgefecht eines Typen mit der hinter ihm sitzenden Frau bzgl. Wackeln am Sitz. Kurz darauf gab es noch einmal richtig lauten Zoff zweier Damen wegen dem Sitzplatz, was bis hin zu Handgreiflichkeiten und energischen Ermahnungen der Flugbegleiterinnen führte.

Gegen 9 Uhr begann der Landeanflug auf die Seychellen und schon dabei konnte man die grünen Inseln mit dem Gebirge im Inselinneren erkennen. Entgegen unserer Befürchtungen traf der Pilot die auf 3 Seiten von Wasser umgebene Landebahn und brachte uns sicher runter. Beim Aussteigen konnte man schon deutlich die erhöhten Temperaturen und die erhöhte Luftfeuchtigkeit spüren. Das Warten auf die Einreisekontrolle gestaltete sich als etwas langwierig. Die Kontrolle selbst war nix besonderes, man muss die Einreiseerklärung abgeben und erhält den Stempel in den Pass. Wir mussten zusätzlich noch die Telefonnummer von Heike angeben. Vor dem Flughafen wurden wir auch schon von ihr erwartet und sie fuhr uns mit ihrem Daihatsu Cuore zu sich nach Hause. Das waren nur ca. 5 km, der letzte davon wurde in den nächsten Tagen zum Kult. Es handelt sich dabei um eine unfassbar steile und unglaublich schmale Straße zu ihrem Haus hinauf in den Berg.

Bei Heike angekommen haben wir zunächst Vlad, ihren Mann und Lynn, die "kleine" Tochter der Familie begrüßt. Danach wurde bis zum Mittagessen etwas relaxt und geredet. Mittags kam dann eine der absoluten einheimischen Fischspezialitäten auf den Tisch - Red Snapper. Der schmeckte natürlich vorzüglich. Gleich nach dem Essen schlug die Müdigkeit voll durch und wir mussten den ganzen Nachmittag fehlenden Schlaf nachholen.

Am Abend wurden wir, zusammen mit Lynn,ihrer Freundin von Mauritius und einem Mädel aus der Nachbarschaft in die Hauptstadt Victoria gefahren. Dort aßen wir im "Pirates Armes" zu Abend. Das ist ein bekanntes, relativ großes Restaurant mit einheimischer, aber auch internationaler Küche. Danach ging es in eine Diskothek names "Love Nut". Na ja, der Bringer war es nicht gerade. Zunächst kam der Temperaturschock, da es von 30°C außen hinein in klimatisierte gefühlte 15°C ging. Da nicht viele Gäste dort waren war es auch etwas langweilig. Später begann eine einheimische Band mit dem Vortragen Ihrer Lieder bzw. Raps. Die Mädels waren davon aber auch nicht begeistert, so dass wir uns gegen 1 Uhr wieder abholen ließen. Somit war der erste Tag auf den Seychellen beendet.


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